Wir wollen, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse von uns “Sorgenden und Pflegenden Angehörigen” besser wahrgenommen werden können.   

Sorgende
und
Pflegende
Angehörige
sind SPA

Der Hilfe- und Unterstützungsbedarf der derzeit über 4.000.000* Menschen mit einem Pflegegrad ist extrem unterschiedlich.

In den Pflegeraden 1-3 sind das ORGANISIEREN und BETREUEN die wichtigsten Sorge-Leistungen.

Ideen zur Prävention sind hier gefragt.

Der eigentliche Pflegeprozess soll noch möglichst lange warten.

Bei der fortgeschrittenen Entwicklung einer Erkrankung wird der Hilfebedarf komplexer.

Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit führen zu besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung.

Zu den Aufgaben der sorgenden Unterstützer kommen für die Pflegenden Angehörigen die Herausforderungen der Grundpflege hinzu.

Nach unserer Einschätzung sind über 85 % der unterstützenden Zu- und Angehörigen überwiegend mit Tätigkeiten des Organisierens und Betreuens engagiert.

Sie fühlen sich durch die Betitelung “Pflegende Angehörige” nicht wirklich angesprochen.
Sie identifizieren sich stärker
als SORGENDE Angehörige

Oft müssen insbesondere Töchter und Partnerinnen ihren Beruf reduzieren. Aber auch Söhne und Ehemänner sind nicht selten gezwungen, ihre ganze Kraft für die Pflege einzusetzen.

Der Entlastungsbedarf steigt proportional mit dem tagtäglichen Aufwand beim
Pflegegrad 3, 4 und 5.

Unsere Pflegeversicherung berücksichtigt dies seit 25 Jahren nur sehr unzureichend.

Wenn die Pflege zuhause nicht mehr möglich ist, werden “Pflegende Angehörige” wieder zu “Sorgenden Angehörigen”. Das Pflegeversicherung-System …

… interessiert dies nicht und streicht alle Unterstützungs- und Entlastungsleistungen sowie Leistungen zur sozialen Absicherung  mit dem Heimeintritt.

Was ist zu tun?

Wir möchten, dass die enormen Leistungen der Zu- und Angehörigen differenzierter betrachtet werden:

  • Einmal inhaltlich und von den Bedürfnissen her, insbesondere durch passgenaue Beratung ,
  • und einmal von der Unterstützung, Absicherung und Entlastung aus gesehen.

Unsere ersten Ideen:

Um unseren grundsätzlichen Gedanken der Begriffserweiterung verständlich zu machen, haben wir das SPA-Modell entwickelt.
So werden die Dimensionen sichtbar.

Wie können die jetzigen Budgets zur Entlastung der Sorgenden und Pflegenden Angehörigen nach 25 Jahren der Gießkannen-Verteilung “gerechter” verteilt werden?

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Welche inhaltlichen und organisatorischen Forderungen verbinden wir mit einer Neustrukturierung SPA-Arbeit in Deutschland – was soll gerechter werden?

* Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums hatten Ende 2018 insgesamt 3.685.389 Menschen einen Pflegegrad. Hinzu kommen die 211.582 ausgewiesenen PKV-Versicherten. Wir schätzen, dass die Zahl von 3.896.971 um mindestens 5 % (Vorjahr = 10,4 %) wachsen wird. Dann werden Ende 2019 über 4.091.000 Pflegebedürftige einen Pflegegrad zwischen 1 und 5 haben. Quelle: Pflege-Dschungel.de “Pflege in Deutschland 2019

Die SPA-Initiative in den Medien: